So feiern unsere Mitarbeiter Weihnachten

Im Rosenpark arbeiten Mitarbeiter aus aller Welt, die natürlich alle unterschiedlich Weihnachten feiern. Wir haben dies zum Anlass genommen ein paar Weihnachtsbräuche unserer Mitarbeiter zu sammeln.

Ein Blick nach Polen zu Frau Himmen

Natasza Himmen
Natasza Himmen

Frau Himmen kommt ursprünglich aus Polen und arbeitet seit Jahren im Rosenpark. Sie ist Business Development Managerin mit Revenue Tätigkeit des VILA VITA Rosenpark und war früher Empfangschefin.

Der Heilige Abend wird in Polen Wigilia oder auch Gwiazdka genannt und findet am 24. Dezember statt. Traditionell wird der Weihnachtsbaum erst morgens am 24. geschmückt. Ein paar Tage vorher kauft die Familie einen Karpfen und setzt ihn in die mit Wasser gefüllte Badewanne. Am 24. Dezember wird der Karpfen morgens geschlachtet. Der Fischkörper wird in drei fingerbreite Streifen geschnitten, mit Zwiebeln, Pfeffer, Salz und Petersilie gewürzt und anschließend für ein paar Stunden kühl gestellt. Der Fischkopf und die Flossen werden zu einer Fischsuppe zubereitet.

Übrigens - Die großen Schuppen des Karpfens werden behalten und getrocknet. Jeder bekommt eine Schuppe und steckt diese in das eigene Portemonnaie. Dies garantiert (so der Glaube), dass man im kommenden Jahr immer Geld darin hat. 

Sobald der erste Abendstern am Himmel gesichtet wird- in der Regel gegen 17:00 Uhr, beginnt die traditionelle Feier. Bis dahin wird gefastet, der Baum geschmückt, alle Speisen gekocht, alle ziehen sich festlich und elegant an.
Der Tisch wird immer mit weißer Tischdecke und Stoffservietten gedeckt, Silberbesteck und das beste Porzellan wird aufgestellt. Außerdem wird ein wenig Heu unter die Tischdecke gelegt. Das Heu hat eine symbolische Bedeutung und steht für den Stall, in dem Jesus geboren wurde. Es wird immer ein Platz zu viel eingedeckt, der während des ganzen abends auch frei bleibt. Man sagt, dass es ein Platz für alle ist, die kein Zuhause haben. Jeder Gast ist willkommen!

Die Familie versammelt sich dann um den festlich gedeckten Tisch auf dem alle Speisen präsentiert werden. Es duftet nach Essen und Tannenzweigen und das Kerzenlicht erhellt den Raum. Alle sprechen ein kurzes Gebet und teilen die Oblaten. Die Oblatenteilung ist eine wichtige Tradition:  Jeder teilt mit jeder anwesenden Person seine Oblate und wünscht ihr alles Gute und Liebe. Natürlich werden auch viele Küsse und Umarmungen verteilt.

Der Tradition nach, werden bei dem Weihnachtsessen zwölf Speisen serviert. Zwölf, als Erinnerung an die zwölf Apostel. Von jeder sollte man ein bisschen probieren.

Traditionell gibt es:

  • Barszcz z pierogami - klare Rote Bete Suppe dazu Teigtaschen (Piroggen) mit Pilzfüllung
  • Zupa rybna z kluseczkami - Fischsuppe mit Klößchen
  • Kartofle - Kartoffeln
  • Karp smażony – gebratener Karpfen
  • Kapusta z grzybami - Sauerkraut mit Pilzen
  • Fasola w maśle - Dicke Bohnen in Butter
  • Kutja - gekochter Weizen, Honig, gehackte Nüsse, gemahlener Mohn und Rosinen
  • Kompot z suszu- Dörrobstkompott
  • Pierniki – Lebkuchen
  • Strucla z makiem - Mohnstollen

Nach dem Essen kommt der Weihnachtsmann (Gwiazdor). Nach und vor der Bescherung werden Weihnachtslieder gesungen. Der Heiligabend endet für viele Gläubige in der Kirche, wo gegen Mitternacht eine feierliche Weihnachtsmette (pasterka) stattfindet.

Man sagt auch, dass an dem Tag die Tiere „sprechen“ und so wie der Heiligabend verbracht wird, so wird das ganze nächste Jahr. Daher sollte man darauf achten, den ganzen Tag lang nett zueinander zu sein und Streitereien zu vermeiden. An dem Tag werden böse Worte vergeben und die Familie wird wieder vereint. Es ist ein Tag der Annäherung, der Vergebung, der Liebe und des Gedenkens. „Das ist für mich das schönste Familienfest im Jahr - voller Tradition und Zauber. Wir versuchen uns jedes Jahr zu treffen, egal wieviel Kilometer uns trennen.“

Vielen Dank, Frau Himmen für Ihre Einblicke in Ihr wirklich zauberhaftes Weihnachten!

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